Bluesnight der Extraklasse an der BALOISE SESSION

Die Organisatoren der BALOISE SESSION laden zu einem hör- und sehenswerten Anlass in die ausverkaufte Eventhalle der Messe Basel.

Beth Hart, BALOISE SESSION, 30. Oktober 2018
„Fire On The Floor“ Tour

Im Jahre 1993 nimmt Beth Hart am amerikanischen TV Format „Star Search“ teil. Bereits im zarten Alter von 21 Jahren legt Hart ein Einfühlungs- und Ausdrucksvermögen an den Tag, das seinesgleichen sucht. Das Leben war nicht immer auf direktem Wege konstruktiv für die begnadete Musikerin. Das ist wohl der Grund, warum ich Beth immer geneigt bin zu folgen, wenn ich in den Genuss einer ihrer Auftritte kommen kann. Ihr glaube ich alles was sie verarbeitet und in Musik verpackt wiedergibt. Sie verursacht mir Schmerz, Trauer, Hoffnungslosigkeit…aber auch Freude, Willen, Liebe und das besondere Gefühl, verbunden zu sein. Eine Frau. Ein Leben. Eine Stimme und diese schier unendliche Ausdruckskraft. Das ist Beth Hart.

An der BALOISE SESSION tritt Hart sehr elegant und ausgeglichen auf die Bühne.
„Heart As Black“ ist der Opener, der die wunderbar homogene Band und eine bezaubernd schöne Beth Hart vorstellt. Neben Geschichten die von Drogenmissbrauch und Freundschaft handeln, spielt uns Hart durch ihr Repertoire das neben der aktuellen CD auch ältere Arbeiten sowie Covers von Hart´s Idolen einfliessen lässt. „Chocolate Jesus“ etwa, von Tom Waits geschrieben, den Sie sehr liebe. Beth Hart zeigt uns viele Facetten an diesem Abend. Wir reisen mit Ihr an Orte, an denen mann lieber nicht sein möchte. „Fatman“. Nur um sich bereits einige Minuten später in einer vor Erotik prickelnden Spannung wiederzufinden. Hart lässt viel Nähe zu. Im Duo mit dem handwerklich starken Gitarristen Jon Nichols trägt die Musikerin „Lullaby Leaves“ vor.
Da gibt es kein verstecken. Da muss mann sich zeigen können und wollen.
Auch am Piano glänzt Hart. Man kann sich bei diesem Anblick gut vorstellen, wie Sie komponiert. Da wird Sie irgendwie transparent und gewährt sehr viel Einblick, wie so ein Geburtsvorgang aussehen könnte.
Bei Beth Hart ist es einfach, nur in Superlativen zu schreiben. Für mich ganz klar eine der besten Stimmen der Welt und im gegenwärtigen Musikbusiness eine der stärksten künstlerischen Frauen im Bereich Stimme und Ausdruck. Klar bin ich voreingenommen. Mit Grund ;)

Line Up

Beth Hart Voc/Keys/Acoustic Guitar
Jon Nichols E/A Guitar
Bill Ransom Drums
Bob Marinelli Bass

Interesse die junge Beth Hart beim Casting und den Auditions zu sehen? YouTube mit Suchbegriff „Beth Hart, Star Search“. Gute Unterhaltung.

Text: Alexandra Bürki

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Buddy Guy, Baloise Session, 30. Oktober 2018
„The Blues Is Alive And Well“ Tour

Der agile Musiker im gepunkteten Hemd und Equipment repräsentiert unfassbare 60 Jahre Bluesgeschichte. Der Schelm hängt dem musikalisch begnadeten Mann aus Augen und Ohren. Hin und wieder entspringen dem Witzbold Buddy Guy auch Politikerwitze. Guy mag keine Politiker. Natürlich rinnt der grösste Teil dieses Schalks seinen Armen entlang bis in die Fingerspitzen. Dort offenbart er sich gänzlich. Die Alchemie des Musikers vertont genau da das Talent zum Hör- und Seh- Erlebnis.
Die Spielfreude des Komponisten und Musikers ist riesig. Der rüstige 82 jährige, freut sich selber immer wieder an all den Effekten, die er sich in den Jahrzehnten seines Schaffens zugelegt hat. Sei es das Zungenspiel, der Handtuchtrick oder auf dem Rücken spielen. Da ist Beweglichkeit nötig. Auf allen Ebenen. Neben dem eigenem Schaffen, präsentiert auch Buddy Guy seine Idole und Influenzer, Freunde und Musikerkollegen. Er spielt Medleys, die er als ein perfekt harmonisches verwachsen zweier Titel, oder aber als Abwechslung mit „Quantensprung“ präsentiert.“ I’Ve Got The Blues“ nimmt Ihm jeder ab. Beim „Hoochie Goochie Man“ brilliert Ric Hall mit einem fulminanten Gitarrensolo, welches Guy aus dem Hintergrund rhythmisch begleitet. Da ist Raum für alle Musiker. Der Keyboarder Marty Sammon ist ein kraftvoller Sonnenschein. Da wird gelacht und über Mimik ausgedrückt wie viel Spass und Energie auf der Bühne fliesst. Grandios der Mann! Der höchst souveräne Bass ebnet Boden und glättet den Raum. Darauf kann virtuos gespielt und dramatisch reduziert werden wie es dem Meister gerade gefällt. Es scheint, als wäre der Abend im Vorfeld zwar umrissen worden, aber das meiste von Spontanität und Eingebung geprägt. Ein Zustand, der Musikern einfach gelingen kann, oder aber durch Wachheit erarbeitet und verdient wird. Ob über Ray Charles oder Muddy Waters sinniert wird oder sehr handfest über Seine ureigenen Zugänge der Musik, beides gelingt spielerisch. Buddy Guy zaubert den Schalk aus dem Alltag. Die offenbare Lebensfreude und Dankbarkeit darüber, zeichnen die Vitalität dieses einzigartigen Musikers aus. Einmalig.

Line Up

Buddy Guy The Real Deal Voc/Guit
Ric Hall Guitar
Tom Hambridge Drums
Marty Sammon Keys
Orlando Wright Bass Guitar

Text: Alexandra Bürki

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Bilder: Roland Kämpfer

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